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| | Astrofotografie
| Filmfotografie
Nach vielen Jahren visueller
Beobachtung kam auch der Wunsch nach fotografischer Festhaltung der
beobachteten Objekte auf. Um dies zu bewerkstelligen braucht man eine
genaue Montierung, ein scharfes Teleskop, viel Geduld und eiserne Nerven
(wenigstens bei meinen früheren Geräten).
Da
sich die Erde dreht und demzufolge die himmlischen Objekte nicht am Himmel
verharren, muss das Fernrohr diesen Objekten folgen. Dazu dient die
Montierung, auf der das Fernrohr befestigt ist.
Die Nachführkorrekturen der
Montierung machte ich beim alten 46cm AOK Cassegrain off-axis von Hand mit
einem modifizierten Lumicon Giant Easy Guider, bei einer Vergrösserung
von 450 x.
Als
fotografisches Material benutzte ich meistens Fuji Superia 800 oder Kodak
Royal Gold 1000.
Ich
platzierte einen hellen Stern im Fotoapparat, stellte mit der Messerschneide
scharf, stellte das Objekt ein, suchte mir einen möglichst hellen Leitstern und drückte auf den
Auslöser der Kamera. Nach 5 Minuten hätte ich am liebsten aufhören
wollen weil ich dauernd korrigieren musste, oft reichte nicht mal die Zeit
um die Kuppel nachzudrehen. Nach einer Ewigkeit von einer Stunde oder mehr
kam es auch oft vor, dass ich den Leitstern vor lauter Starren mehrfach
oder gar nicht mehr gesehen habe und die Belichtung beenden musste. Die
Bilder waren also hart verdient. |
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| CCD
Ende der 90er hat auch in der
Amateurastronomie die elektronische Bildaufnahme Einzug gehalten und es
wurden Bilder möglich, die früher nur mit metergrossen Profiteleskopen
gemacht werden konnten. Mit einem 10cm Teleskop (Optikdurchmesser) und einer CCD-Kamera kann
man durchaus einen 1m Teleskopriesen mit Film konkurrieren !
Eine CCD-Kamera ist mit einer heute
üblichen Digitalkamera verwandt, muss für astronomische Zwecke einige
Zusatzanforderungen erfüllen. Der CCD-Chip besteht wie bei einer Digitalkamera aus
vielen Millionen lichtempfindlichen Pixeln, diese sind aber im Unterschied zu dieser
nur
monochrom (Digitalkameras weisen über den Pixeln Farbfilter auf).
Da die Pixel des CCD-Chips spontan
Signal bilden, (man sagt "Rauschen") muss der CCD-Chip gekühlt
werden, auf etwa -25 bis -30°C. Bei diesen tiefen Temperatur ist das
elektronische Rauschen des CCD-Chips kleiner.
Zudem kann man eine Aufnahme dieses
Rauschens machen (Dunkelbilder) und diese dann von dem belichteten Bild
subtrahieren und so das Rauschen herausrechnen. Link
CCD: STL11000XM |
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Ein Rohbild, mit CCD-Chip-Rauschen. |
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Ein Dunkelbild, welches
das CCD-Chip Rauschen anzeigt. |
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Das Dunkelbild wurde vom
Rohbild subtrahiert (das Bild ist sauberer, unverrauscht). |
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Weil das Teleskop den
Chip nicht gleichmässig ausleuchtet und sich oft Staub auf dem CCD-Chip
befindet, macht man ein Flatbild (gleichmässig hell beleuchtete Fläche).
Das mit dem Dunkelbild korrigierte Rohbild wird dann durch dieses Flat
dividiert und das Bild ist dann über die ganze Fläche gleich
ausgeleuchtet und auch der Staub ist so herausgerechnet worden.
Links:
Ein Flat.
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Der Riesenvorteil der
digitalen Fotografie liegt in der Tatsache, dass man einzelne Aufnahmen
addieren kann. Ich muss also nicht 2 Stunden belichten, sondern genauso
gut 12 mal 10min. Das Gute daran ist, dass der Schaden nicht so gross ist,
wenn eine Aufnahme misslingt (Satelittenspuren, Flugzeuge,......). Man kann
so durchaus Bilder machen die aus Dutzenden Belichtungsstunden bestehen,
was ja während einer einzigen Nacht gar nicht möglich ist !
Links:
12 mal 10min (also gleich hell wie eine einzelne 2stündige Aufnahme !)
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Um Farbbilder zu machen,
müssen Aufnahmen durch Farbfilter gemacht werden (Rot, grün, blau).
Diese werden gleich behandelt wie die Bilder vorher.
Links:
Rotbild, 1x10min
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Links:
Grünbild, 1x10min
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Links:
Blaubild, 1x10min
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Diese Farbfilterbilder
werden zusammen verrechnet, so entsteht ein RGB Farbbild.
Weil die Filter viel Licht schlucken
(lassen ja nur eine Farbe durch), fasst man oft Pixel zusammen (binnen),
so ist der CCD-Chip empfindlicher, aber das Bild verliert an Auflösung
Links:
Farbbild RGB
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Zum Schluss verrechnet
man noch das addierte Schwarzweissbild mit dem Farbbild. Dies bringt die
Auflösung und Helligkeit des Schwarzweissbildes UND die Farbe des
Farbbildes. Ein Traum wird wahr....
Links:
Das fertige Farbbild, NGC 772
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| Vergleich Filmaufnahme mit CCD |
| oben links: Die
Galaxie M51.
Fotografiert auf Film Fuji Super
G800 im Jahr 1998 mit dem 46cm AOK Cassegrain bei f = 5.62 m
Belichtungszeit: 75 min
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oben rechts: Die
Galaxie M51.
Fotografiert mit der CCD STL11K im
Jahr 2005 mit dem 50cm Cassegrain bei f = 5.8 m
Belichtungszeit: 120 min
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| Steuerung der Kamera:
Die CCD-Kamera wird
mit einem Notebook mit der Software MaxIm DL CCD gesteuert (Bild). Oben
rechts werden die Korrekturen der Montierung angezeigt (oben die
Rect-Achse, unten die Decl-Achse), in der Mitte das jeweilig aktuelle Bild
des Leitsterns, dann Infos zum Leitstern und zur Luft(un)ruhe. Unten links
ein Rohbild.
Wie schon erwähnt,
führt sich die Kamera selber nach (bzw. die Montierung), man hat also
während der Belichtung nichts zu tun, im Gegensatz zur Filmfotografie,
als manchmal 2 Hände zu wenig waren..... |
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